Eröffnungsausstellung der neuen Galerie
PHOTO EDITION BERLIN – Baden Baden
Büttenstr.7
D – 76530 Baden-Baden
Tel: +49 (0) 152 2635 0944
e-mail: bb(at)photo-edition-berlin.com
Gottfried Jäger – Photographismen
Digitale Arbeiten 2008 – 2011
2. Dezember – 28. Januar 2012
Eröffnungswochenende:
Freitag, den 2. Dezember ab 17-20 h
Samstag, den 3. Dezember 11-17 h
Der Künstler ist anwesend.
Die zweite Einzelausstellung von Gottfried Jäger in der neu eröffneten Galerie in Baden-Baden präsentieren zu können. Gezeigt werden neben seinen neuen digitalen Arbeiten auch Werke aus der konkreten und generativen Fotografie. Gottfreid Jäger schreibt:
“Meine frühen Fotoarbeiten ab 1960 orientierten sich am Begriff des Experiments nach der empirischen Methode ‚Versuch und Irrtum’. Mein Vorbild war der deutsche Experimentalfotograf Heinz Hajek-Halke (1893–1983). Ab Mitte der 1960er Jahre kam es zur Entwicklung logischer Bildreihen unter dem Einfluss der ‚Generativen Ästhetik’ des Philosophen Max Bense (1910–1990) und 1968 zur Einführung des Begriffs ‚Generative Fotografie’ als Titel einer Ausstellung mit Künstlerfreunden im Kunsthaus Bielefeld. Das dort zugrunde gelegte Programm einer nicht abbildenden, sondern bildgebenden Fotografie auf systematisch-konstruktiver Basis, bestimmt meine Arbeiten bis heute – obwohl ich ihnen innerhalb dessen nach und nach auch größere Freiheiten zugestehen. So entstanden ab 1983 ‚Fotomaterialarbeiten‘, Fotoobjekte, Fotoassemblagen, Fotoinstallationen, mit denen ich die fotografischen Grundelemente Licht und lichtempfindliches Material noch einmal auf ihre bildgebenden Qualitäten hin untersuche. Das Projekt bearbeite ich bis heute.
Seit Anfang der 1990er Jahre beziehe ich digitale Verfahren und den Computer in das generative Programm mit ein. Dabei geht es nicht mehr um ‚Emanationen des Lichts‘ (Franz Roh), sondern, in Erinnerung an diese, um deren Simulation. So beruht die die ‚Photo‘-Serie – mit ersten Arbeiten ab 2004 –, auf der Anwendung des handelsüblichen Computer-Bild- bearbeitungsprogramms Adobe PhotoshopTM. Allerdings liegt seiner Anwendung nicht wie üblich ein Foto zugrunde, das mit seiner Hilfe bearbeitet würde, sondern das Programm produziert eigene Bilder, reine Syntax, reine Form. Es spielt sozusagen mit sich selbst, wobei seine syntaktischen Eigenschaften erkennbar hervortreten, ohne dass ein äußeres Bildmotiv seine Selbstreferenz überlagert und ‚stört’. Sichtbar ist allein das Formenwerk des Programms, seine Helligkeiten, Kontraste, Farben, Texturen usw. Es entstehen keine Abbilder (Ikone) und keine Sinnbilder (Symbole), sondern allein Formbilder (Symptome), Formalismen. Man könnte auch sagen: ‚Photographismen’ (J. A. Schmoll gen. Eisenwerth), da sie sich auf den fotografischen Formenkanon beziehen. Sie werden zum Gegenstand der Betrachtung.” Gottfried Jäger, Juli 2011
SNORING IN THE USA von Kristina Leko und David Smithson
ERÖFFNUNG FREITAG, DEN 4. MäRZ 2011 UM 19 UHR
Es spricht: Prof. Diedrich Diederichsen (Präsidium der NGBK)
Neue Gesellschaft für Bildende Kunst e.V.
Oranienstraße 25, D-10999 Berlin
In „Snoring in the USA” zeigt das kroatisch-amerikanische Künstlerpaar in 14 Videoprojektionen 7 Tage und 7 Nächte einer USA-Reise im Jahr 2003. In Road Movie Elementen werden Fahrten zu den wichtigsten Schauplätzen der Filmgeschichte, Einstellungen, die man schon oft gesehen hat, immer wieder faszinierende Klischees, durchkreuzt von Alltagsdialogen zwischen Fahrer und Beifahrerin und Bruchstücken von TV- und Radionews. Der American Dream wird, in einer ironischen Verkehrung, zur poetischen Wirklichkeit.
Ausstellungsübernahmen der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst von der Kunsthalle in Zagreb.
Katalog in dt. und engl. Sprache: ISBN: 978-3-938515-40-2.
Die Ausstellung dauert bis zum 17. April, geöffnet täglich von 12 bis 19 Uhr, Do-Sa bis 20 Uhr.
www.davidsmithson.net
www.kristinaleko.net
Aktuelle Kunst- und Photographie aus Indien
| TARUN CHHABRA, Holi Celebrations, 2007 digitaler Print, 76 x 111 cm, © Tarun Chhabra |
Es scheint, als habe die Photographie drei Wurzeln: Europa, Nordamerika, Japan. Doch alle wissen, dem ist nicht so. Photographie war seit Anfang an ein globales Medium. So blicken wir heute dauernd nach Afrika und reisen nach Brasilien oder China. Nur um Indien ist es immer noch merkwürdig still. Vor allem wenn es um zeitgenössische Kunst geht. Wieso? Denn still erscheint es nur uns – außerhalb Indiens!
ALKA PANDE, Kuratorin der Visual Arts Gallery des India Habitat Centre, Delhi, bringt uns endlich Licht ins Dunkle. Das beste ist: Wir müssen nicht bis zum Ganges reisen, sondern nur bis zur Donau ins Museum von Prof. Karlheinz Essl in Wien.
India Awakens – Under the Banyan Tree, Ausstellungsdauer bis 27.02.2011
Abisag Tüllman, Bildreportagen und Theaterfotografie
Interessantes im Leben wird einem oft fade, wenn es den Alltag beherrscht. So ist es leider auch mit der Photographie. Um so großartiger, wenn man trotzdem Neues entdeckt, wenn einem im Gang durch eine Photoausstellung plötzlich die Augen übergehen, ja, die Knie weich werden. Das Historische Museum der Stadt Frankfurt zeigt anlässlich ihres 75. Geburtstages eine Werkschau der bereits 1996 verstorbenen großen Frankfurter Photographin Abisag Tüllmann. Es sind Straßenszenen, Portraits, die Auseinandersetzungen der 70er und 80er Jahre, Theaterphotographien. Frankfurt galt unzweifelhaft als Zentrum des politisch und kulturell fortschrittlich denkenden Deutschlands, wie Claus Peymann, der eigens für die Eröffnung spontan gekommen war, in seiner improvisierten Dankesrede sagte. Abisag Tüllmann war auch die Photographin seiner Jahre. Die Kuratorinnen um Martha Caspers, zu denen auch Barbara Lauerbach (DGPh) gehört, haben herausragende Arbeit geleistet. Barbara Klemm, ein anderer besondere Gast der Eröffnung, meinte stiller: „Abisag war oft länger dabei, während ich meistens zurück in die Redaktion musste“. Katalog Hatje Cantz Verlag, 304 Seiten, 29,80€
Entwicklung von Standards im Kunsthandel
Seit einigen Jahren stellen Sammler, Galeristen und Photoexperten immer drängender Fragen nach verbindlichen Standards des Kunsthandels mit Photographie. Die DGPh-Sektion Kunst, Markt und Recht hat diese Diskussion immer wieder durch Initiativen aufgegriffen. Anlässlich der diesjährigen Paris Photo widmet sich eine Veranstaltung der “Inspektionen Photomarkt”, in Kooperation mit der European Photography Organisation und Esther Woerdehoff (DGPh), eigens diesem Thema.
Die “European Photography Organisation – EPO” ist ein Zusammenschluss herausragender Photogalerien aus mehreren europäischen Ländern. Sie beabsichtigt die gemeinsame Formulierung und Wahrung verbindlicher Regeln in der Präsentation und Ausstellung sowie dem Verkauf und Ankauf künstlerischer Photographie. “The purpose of the network is to encourage the free exchange of information and ideas in the field of photography and its market. The members subscribe to a code of respect and solidarity and to upkeep the highest possible standards within the market, constantly evolving.” www.europhot.org
Das Expertentreffen findet statt am Samstag, dem 20. November von 9.30h bis circa 13.00h im Rahmen der Paris Photo. Moderator ist Dr. Bernd Fechner, die Veranstaltungssprache Englisch. Eine Anmeldung über die DGPh ist erforderlich!





